Knipskiste #pm
Dieser Post wurde ursprünglich von mir auf Project Munich gepostet. (Tatsache!)
Zuersteinmal: (Gute) Musik zum Text
Zum Fotografieren gehört natürlich auch die richtige Ausrüstung. Was da richtig und was falsch ist, muss jeder für sich entscheiden. Der Eine mag noch der guten, alten Analogzeit hinterherhängen. Dynamik mit der man eine Konzerthalle füllen könnte und Linsen aus den Zeiten, in denen man sich noch an f/1 versucht hat. Der Andere versucht der scheinbar unermüdlichen High-ISO- und Megapixelschlacht mit einem soliden Geldbeutel entgegenzutreten.
Für mich habe ich die folgende Ausrüstung ausgewählt (und das ging nicht gerade schnell). Den langen Nächten vor den Preisvergleichen folgten etliche Fehlkäufe und Neiderlebnisse, bis ich das gefunden habe, was ich jetzt mein Eigen nennen kann: Eine Kamera, die ich beherrsche.
Angefangen habe ich damals (lang ist’s her!) mit der EOS 400D samt Kitlinse. Ein gutes Einsteigerpaket, schließlich kommt es nicht auf die Kamera an (ja … irgendwo dann doch, aber dazu ein andern mal). Letztendlich fäng sie nur das Bild ein und speichert es. Entstehen tut es im Kopf und abgebildet wird es durch das Objektiv (größtenteils). Da die 400D (und alle drei- und vierstelligen Canons bisher) für große Männerhände etwas zierlich ist, folgte über kurz (erstmal der Batteriegriff) oder lang der Umstieg auf die EOS 40D: Solideres Gehäuse und 6,3 Bilder pro Sekunde (damit auch jede Grimasse eingefangen wird…). Das Kitobjektiv (EF-S 18-55 3.5-5.6 NON-IS) reichte meinen Versuchen schon bald nichtmehr, weswegen ich mir das Sigma 24-70 2.8 DG EX leistete. Dieses Objektiv begleitet mich noch immer auf jeder meiner Fototouren, wenn es mir auch das ein oder andere Mal große Kopfzerbrechen bereitete. Aufbewart wird übrigens alles in einem Lowepro Vertex 2oo AW.
Da für Portraits einfach unverzichtbar, folgten nach und nach noch das Canon 50mm 1.8 MK 1 und das Canon 85mm 1.8. Blitz (430 EX II), sowie verschiedene Schirme (Westcott), Reflektoren (Lastolite) und Stative (Slik, Manfrotto) wurden mit der Zeit auch einfach “gebraucht” und haben nun deswegen auch einen festen Platz in der Fotoecke.
Anfang 2010 habe ich mir dann meinen lang gehegten Traum erfüllt und in einem Anfall von eBay-Eifer eine 5D MK1 erstanden. Bis heute begeistert sie mich Foto für Foto und ermutigt mich, jeden Moment festzuhalten.
Seit Neustem gehört meine Neugier neben der Digitalfotografie auch dem Fotografieren mit einer Polaroidkamera. (SX-70 mit Impossible PX100 Filmen). Leider gibt es die eigentlichen Polaroidfilme nicht mehr zu kaufen, weswegen man auf das eher experimentelle Filmmaterial von The-Impossible-Project ausweichen muss. Nichtsdestoweniger (schreibt man wirklich so) ist die eigentliche Idee von Polaroid nicht verloren gegangen: Kurz nachdem man auf den Auslöser gedrückt hat, hält man bereits das (fast) fertige Abbild in den Händen. Zum Mitnachhausenehmen, Einrahmen und Andiewandhängen.
Zudem gehört noch eine Canon AE-1 Program mit 50mm 1.8 (Portra 800) zum Immerwieder-Gern-Begleiter. Die ist schnell eingepackt und ich erreiche damit (auch wenn es länger dauert es endlich sehen zu können – wirklich, das kann erdrückend sein! Man macht ein Foto und ist überzeugt davon, dass es großartig ist. Bis man sich davon überzeugen kann, dass dem doch nicht so war muss man aber ersteinmal abwarten, bis die DM-Laborratten es aufs Papier gebracht haben…) das gleiche Resultat, wie mit meiner “Großen” (spätstündliche Zuversicht).
Jetzt wisst Ihr’s!

